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Knorpel-Regeneration mit zell-spezifischen Matrices PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dr. Levent Piker   
Freitag, 13 März 2009
CRM nimmt an zukunfstweisendem Forschungsprojekt über den Einsatz von Kollagen als Matrix für Stammzellen teil.
Unter Federführung des Instituts für Werkstoffwissenschaft an der TU Dresden (Dr. Michael Gelinsky, Leiter der AG Tissue Engineering and Biomineralisation) sowie in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (Freiberg) und dem Institut für Molekularbiologie an der Universität Lübeck, Prof. Holger Notbohm) ist ein neues Forschungsprojekt über den Einsatz von Kollagen als Matrix für Stammzellen auf den Weg gebracht worden.


Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und läuft über einen Zeitraum von drei Jahren.


Hintergrund zum Projekt

Wegen seiner geringen Selbstheilungskapazität stellen Defekte und Läsionen des Gelenkknorpels immer noch ein ungelöstes medizinisches und damit auch wirtschaftliches Problem dar. Die etablierten Therapien, die meistens die Verwendung von primären Chondrozyten des Patienten beinhalten, führen oft nur zur Bildung eines histologisch und mechanisch unbefriedigenden Knorpelersatzes. Im Rahmen des vorgeschlagenen Projektes sollen neuartige biphasische Scaffolds auf der Basis von Kollagenen aquatischen Ursprungs entwickelt werden, welche bei Verwendung von Chondrozyten oder mesenchymalen Stammzellen (MSC) zu einer vollständigen und dauerhaften chondrogenen Differenzierung führen sollen. Der biphasische Charakter der Konstrukte ermöglicht darüberhinaus die Verwendung bei tiefen (osteochondralen) Defekten und damit die zusätzliche Nutzung der Selbstheilungskapazität des darunterliegenden Knochengewebes.

Der Knorpel-Teil wird aus Kollagen bestehen, welches aus Quallen isoliert wird - und das der Struktur und Zusammensetzung von humanem Kollagen Typ II sehr nahe kommt. Die natürliche fibrilläre Struktur dieser Kollagen-Matrix wird Chondrozyten (oder chondrogen differenzierten MSC) eine geeignete Umgebung bieten, um gesundes und wohldefiniertes neues Gewebe auszubilden. Der knöcherne Teil wird aus einem Nanokomposit hergestellt werden, der aus Kollagen Typ I (isoliert aus Fischhäuten) und nanoskopischen Hydroxylapatit-Kristallen besteht. Solch ein Komposit ahmt sehr gut die extrazelluläre Matrix von Knochen nach und es konnte - anhand eines ähnlichen Materials auf der Basis von bovinem Kollagen - bereits gezeigt werden, dass damit MSC in Richtung einer osteogenen Differenzierung beeinflusst werden können. Beide Teile werden unter Verwendung einer patentierten Methode zu monolithischen Scaffolds verbunden, womit das Risiko einer Delamination während der Gelenkbewegung in vivo minimiert wird.

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