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CRM - Coastal Research & Management
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DBU-Projekt zur kombinierten Algen- und Miesmuschelzucht startet mit Volldampf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 05 Januar 2010
Das von der DBU geförderte Projekt EBAMA - Extractive Baltic Aquaculture of Mussels and Algae - ist am 1.1.2010 mit Volldampf gestartet. In diesem Projekt werden für die extraktive Aquakultur von Muscheln und Makroalgen Verfahren entwickelt und Anlagen konzipiert.
Mit diesen Verfahren soll die Wasserqualität verbessert werden, nachhaltige Meeresprodukte erzeugt und Alternativen zur Überfischung aufgezeigt werden.

Das Projekt wird zu 53% von der DBU mit EURO 319.341,- gefördert, der andere Teil wird von CRM eigenfinanziert. Die Dauer des Projektes beträgt 3 Jahre.

Die Ostsee ist ein nahezu vollständig geschlossenes Randmeer, welches für Eutrophierung von Natur aus sehr anfällig ist. Überdies gehören ihre Küsten zu den am dichtesten besiedelten der Erde.

Anthropogene Nährstoffeinträge tragen in der Ostsee zu erhöhten Nährstoffkonzentrationen bei, welche in verstärkten Planktonblüten, verringerter Transparenz und Sauerstoffmangel resultieren. Um diese Nährstoffanreicherung zu mildern und somit die Wasserqualität zu verbessern, müssen (i) die Einträge verringert und (ii) die vorhandenen Nährstoffe reduziert werden. Eine Lösungsmöglichkeit bietet die extraktive Aquakultur, also die Kultur von Organismen, die Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen. Dieser Ansatz steht in Form einer kombinierten Kultur von Algen und Muscheln im Fokus von EBAMA.

Wir haben für unser Projekt im Speziellen die kombinierte Zucht von Braunalgen (Zuckertang, Saccharina latissima) und Miesmuscheln (Mytilus edulis) an künstlichen Substraten geplant. Beides sind endemische, häufig vorkommende Organismen mit hohen Wachstumsraten. Sie benötigen keinerlei Zufütterung, da sie sich ausschließlich von den im Wasser befindlichen Nährstoffen ernähren. Durch eine kontrollierte Zucht von Organismen (Aquakultur) an Langleinen werden die Wildbestände und ihr natürlicher Lebensraum geschont.

Die Kultivierung dieser Meeresorganismen eröffnet auch einen Lösungsansatz für ein weiteres wichtiges Problem der Weltmeere, nämlich der Überfischung. Knapp ein Drittel der angelandeten Fische endet in Form von Fischmehl und Fischöl als Futtermittel. Die darin enthaltenen notwendigen Inhaltsstoffe des Futters für Fisch Aquakultur (langkettige Fettsäuren) lassen sich statt aus wild gefangenen Fischen auch aus Miesmuscheln und Algen gewinnen.

CRM züchtet bereits seit 10 Jahren erfolgreich Zuckertang. Auch die Zucht von Miesmuscheln ist im westlichen Teil der Ostsee erfolgversprechend. In Studien hat sich bereits herausgestellt, dass die Wachstumsraten sowohl von Algen als auch von Miesmuscheln in Anwesenheit der jeweils anderen Art gesteigert werden konnten.

Die Ergebnisse von EBAMA sollen die Grundlage für eine umweltverträgliche, ökonomisch und ökologisch nachhaltig wirtschaftende Aquakultur bilden.


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